WANDERN RUND UM CALA RATJADA

 

Der Far de Capdepera als magischer Anziehungspunkt

Der Leuchtturm von Cala Ratjada liegt am östlichsten Punkt Mallorcas, der Punta Cap de Pera, und steht mit seinem Pendant gegenüber auf der kleineren Schwesterinsel Menorca in Leuchtkontakt. Für die Urlauber in Cala Ratjada zählt der Besuch des Turms aus der Mitte des 19. Jahrhunderts zum Standardprogramm.

Von hier aus hat man einen schönen Blick auf den Ort und die geschwungene Küstenlandschaft mit Cap Vermell im Süden und Cap des Freu im Norden. Die meisten Wanderer treffen in der Abenddämmerung ein, dann ist die Atmosphäre im Gemisch von Sonnenuntergang und den Lichtern des unterhalb liegenden Ferienortes am romantischsten.

Den Leuchtturm in Cala Ratjada erreicht man zu Fuß in einer knappen Dreiviertelstunde vom Pinienplatz im Ortszentrum aus. Der meist von Nadelbäumen gesäumte Weg ist leicht zu finden, denn man folgt einfach der Hauptstraße aus dem Ort heraus, vorbei am Palacio March und am Hotel Cala Gat geradeaus den Hügel hinauf.

Man kann natürlich auch den Mietwagen nehmen und sich auf der engen Straße bei den zahlreichen Wanderern unbeliebt machen.

Alternativ führt ein kleiner, mit blauen Punkten ausgewiesener Pfad in Verlängerung der Strandpromenade von der Cala Gat an der Küstenlinie hinauf zum Turm.

Auf der Halbinsel steht auch die Ruine des mittelalterlichen Wachtturms Torre Embucada.

Den renovierten Leuchtturm selbst kann man heute leider nicht besichtigen, aber der Ausblick auf Klippen und Felsen, unter denen das Meer braust, entschädigt für die Mühen des Anstiegs. An klaren Tagen kann man am Horizont die Stadt Ciutadella auf der Nachbarinsel Menorca erkennen.

Cala Mesquida Strand

In der Nähe befindet sich die beliebte Cala Mesquida


Der oben bereits ausführlich gewürdigte deutsche Schriftsteller Karl Otten hat 1936 eine Geschichte über den Leuchtturm von Cala Ratjada geschrieben, in der er auf ironische Weise gewitzt das Miteinander von Touristen und Einheimischen karikiert. Damals war der Turm noch frei zugänglich und kräftige mallorquinische Männer verdienten sich ein gutes Taschengeld, indem sie schwache englische Touristinnen die Stufen hinauf trugen. Das führt zu einigen Verwicklungen…

Lesen Sie die Geschichte von Karl Otten exklusiv bei ReiseWelt50plus unter

http://rw50.de/otten/leuchtturm

Video vom Leuchtturm: www.youtube.com/watch?v=zriUQpY7Zkg

360 Grad Video: www.holiday360.com/partner/holiday360/sehenswuerdigkeiten/mallorca-cala-ratjada-leuchtturm.php

 

Zur wunderbaren Cala Mesquida

Vom Nordende der Cala Agulla führen Pfade durch den Kiefernwald über den Höhenzug zur Cala Mesquida (ca. 4 km/1 Stunde), die allerdings nicht beschildert sind. Der Einstieg ist daher etwas schwierig. Man läuft ab Nordende der Cala Agulla zunächst auf einem breiten Pfad nach links und biegt erst nach Querung eines Torrent (meist trockenes Bachbett) vor einem weißen Gebäude nach Norden ab. Ein besonders bei warmem Wetter recht beschwerlicher Abstecher führt unterwegs zur mit einem Wachtturm gekrönten Anhöhe Jaume II (271 m).

Etwa nach 2/3 der Strecke gabelt sich der Weg mehrfach. Links geht es in die Hotelsiedlung Cala Mesquida; nur die beiden anderen Wege führen durch Dünen direkt zum breiten, tiefen Strand.

Zurück geht es weitaus schneller bergab auf gleichem Weg.

Eine ausführliche Beschreibung der Wanderung mit Skizze findet man unter: www.mallorcazeitung.es/secciones/noticia.jsp?pRef=2008061900_11_13677__Wandern-Cala-Agulla-Cala-Mesquida-Wachturm-Torre-Jaumell

 
Kleine Küstenwanderung

Es gibt einen guten Grund, der Straße von Son Moll zur Cala de sa Font zu folgen, denn ca. 300 m südlich des Hotels Aguait liegt der Startpunkt eines Küstenpfades über die breite Landzunge zwischen der Cala Carrejador und der Cala de sa Font. Es gibt zwar ab und zu Steinmännchen zur Kennzeichnung, aber der Weg findet sich eigentlich von selbst. Das Interessante daran ist die exponierte Steilküste, die nicht unmittelbar abbricht, sondern durch einen breiten Streifen wild aufeinandergetürmter Felsbrocken gebildet wird. Abgesehen davon, dass es halbwegs sportlichen Naturen sicher Spaß macht, darauf herumzuturnen (nicht schwierig, erfordert aber gutes flexibles Schuhwerk), verursachen die antreibenden Wellen an einigen Stellen ab einem gewissen Seegang ein ohrenbetäubendes, eigenartiges Röhren in der Tiefe unterhalb der Felsbarriere. Dies entsteht beim Ablauf eingedrungenen Wassers aus unterirdischen Hohlräumen.

Vom Startpunkt aus, der auch am Ende einer kurzen Stichstraße ab dem Knie der Uferstraße liegen kann, ist dieser Bereich nach ca. 10-15 min erreicht. Es lohnt sich, auch ohne Zielsetzung Font de sa Cala dorthin zu laufen bzw. über die Felsen zu klettern. Am kleinen Strand am Wege kann man – ohne Massenbetrieb – baden. Bei ruhiger See geht’s auch unterhalb der dann »geräuschlosen« Felsen.

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