Vom Malaria-Sumpf zum ökologischen Nationalpark

ALBUFERA

„Das ehemals 2850 Hektar große Sumpfgebiet mit einem Durchmesser von 32 Kilometern wurde ab dem Jahr 1863 von einer britischen Firma an seinen Rändern teilweise trocken gelegt. Neben der Landgewinnung zur landwirtschaftlichen Nutzung, die schon im 17. Jahrhundert mit der Anlage von mit Kanälen umgebenen Parzellen („Marjals“) begann, diente die Trockenlegung der Bekämpfung der Malaria. (Diese ist seitdem auf Mallorca ausgerottet). Die britischen Ingenieure Frederic Bateman und William Hope scheiterten jedoch bei der Entwässerung des Kerngebietes von s’Albufera am immer wieder eindringenden Meerwasser. Ihre Firma ging dadurch bankrott. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts wurde auf einigen Flächen des Feuchtgebietes Reis angebaut und bei sa Roca innerhalb der Schilfbestandes entstand eine Papierfabrik, bis der einsetzende Tourismus mit dem ihn begleitenden Bau von Hotelsiedlungen („Urbanitzaciónes“) im gesamten nördlichen Teil von s’Albufera und entlang der östlichen Küste diese Wirtschaftszweige in den 1960er Jahren wieder verdrängte.“

Quelle: wapedia.mobi/de/Parc_natural_de_s%E2%80%99Albufera_de_Mallorca

Um das Biotop vor der touristischen Expansion zu schützen, wurde das Rest-Areal 1985 von der balearischen Regionalregierung unter Naturschutz gestellt und später zum Nationalpark erklärt (siehe oben). 


Fazit s‘Albufera

Der große Verwaltungs- und Erhaltungsaufwand, mit dem s’Albufera betrieben wird, mag dem außenstehenden Betrachter angesichts der etwas dürftigen sichtbaren Ausbeute ein wenig übertrieben erscheinen, auch wenn die ökologische Bedeutung des Biotops vermutlich außer Frage steht. Eine Rundwanderung durch den Park kann mit Pausen 2-3 Stunden in Anspruch nehmen, ist aber nur an mäßig warmen Tagen mit weniger Sonneneinstrahlung empfehlenswert. Auf Grund der hohen Luftfeuchtigkeit wird es schnell sehr schwül im Areal, und vielfach fehlen Schatten spendende Bäume. Darüber hinaus ist das unregulierte Nebeneinander von Wanderern und Radfahrern auf den gut ausgebauten Wegen für beide Seiten oft lästig. Im Zweifelsfall ist eine Radtour dann die bessere Alternative. Am Eingang können Inhaber der tarjeta verde kostenlos Mountainbikes und Ferngläser ausleihen.

Das Video für den ersten Eindruck:
mallorka.es/DE/paginas/139.htm

 

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