Zur Einsiedelei Ermita de Betlem und auf den Puig de sa Coassa

Colonia de Sant Pere Strand

In Ruhe geniessen - Colonia de Sant Père

WANDERN IN COLONIA DE SANT PÈRE

 

„Die leichte Tour beginnt vor den ersten Häusern der Siedlung Betlem. Dort biegt von der Landstraße Ma-3331 bei Kilometer 7,5 rechts ein breiter Weg ab. Zwei Schilder – „Cases de Betlem, Ermita de Betlem“ und „S’Alqueria Vella“ – zeigen, dass der richtige Einstieg gefunden worden ist. Schon bald fällt auf der linken Seite ein großes Gebäude auf. Es handelt sich dabei um eine ehemalige spanische Kaserne. Der Komplex ist heute im Besitz des balearischen Umweltministeriums. In den Gebäuden ist ein Freizeitzentrum für Kinder und Jugendliche untergebracht.

Wenig später werden die Cases de Betlem erreicht. Bei den verlassenen Gebäuden und Stallungen zweigt links (Schild „Ermita de Betlem, s’Alqueria Vella“) ein Pfad ab. Der teils gestufte Steig verläuft in Kehren nach oben. Holzpfostenpfeile zeigen die Richtung. Schließlich gelangt man zu zwei Mauerdurchlässen.

Dahinter führt die Route links in den Talkessel Comellar des Grau und windet sich dann (Steinmännchen) oberhalb des Torrent de s’Aigua Dolça in steilen, engen Serpentinen aufwärts. An den Seiten ragen hohe Felsmassive empor, die spektakuläre Überhänge und imposante Tropfsteinhöhlen aufweisen.

Schließlich wird ein Sattel mit einer Begrenzungsmauer erreicht und dort links abgebogen. Ein breiter Weg führt kurz darauf zu der Quelle Font de s’Ermita und einer Grotte mit einer weißen Madonnenfigur, die von einer betenden Schwester verehrt wird. Steinsitzbänke und ein Tisch laden unter sehr hohen Platanen zu einer Rast ein.

Von der Quelle sind es jetzt nur wenige Minuten bis zum Eingangstor der Einsiedelei. (…) Vom Eingangstor begibt man sich dann auf einer langen Allee mit Zypressen und Palmen zur Kirche der Ermita. Das Gotteshaus ist hell und freundlich. (…)

Wo die Ermita de Betlem heute steht, befand sich einst das arabische Landgut Alqueria Binialgorfa. Nach der christlichen Rückeroberung durch König Jaume I. im Jahr 1229 wurde das Gebiet besiedelt. (…)

Die Eremiten restaurierten einige Gebäudereste und gründeten das Kloster. Die Ruinen gehörten Jaume Morei de Sant Marti, der den Mönchen zwei Hektar Land überließ. Er bestimmte auch, dass das Kloster den Namen Betlem als Übersetzung von Bethlehem tragen sollte. (…)


Nach der Besichtigung der Ermita begibt man sich zu einem kleinen, grünen Eisentor, das sich hinter der Kirche befindet. Ein Trampelpfad führt nun im Zickzack in wenigen Minuten auf den Nordostgipfel des Puig de sa Coassa und von dort links über ein Hochplateau zum Hauptgipfel. Hier befinden sich eine Steinhütte und ein kleiner Unterstand. (…)

Heute ist der knapp über 320 Meter hohe Puig de sa Coassa ein beliebter Aussichtsberg. Tief unten liegen die Strände von Son Serra de Marina, Can Picafort, es Comú de Muro und von Port d’Alcúdia. Wild zerklüftet präsentiert sich die Küste zwischen der Cala Mata und der Cala es Caló bis hin zu den Steilklippen am Cap de Ferrutx, über dem der Wachturm sa Talaia Moreia thront. Überaus beeindruckend ist auch der Ausblick auf die Talaia Freda de Morei, mit 564 Metern der höchste Berg auf der Halbinsel Ferrutx. Der nördlichste Punkt Mallorcas, das Cap Formentor, ist ebenso wie die vorgelagerte Halbinsel sa Victòria auszumachen. Im Westen bilden die Tausender Puig Tomir, Puig Roig und Puig de Massanella eine Traumkulisse.

Informationen:
Wegstrecke: 6 km (hin und zurück)
Nettogehzeit: 2 Stunden
Höhenunterschied: 310 Meter

Anfahrt von Palma:
Auf der Ma-15 bis Artà, dort auf der Ma-12 in Richtung Can Picafort und dann auf der Ma-3331 Richtung Colònia de Sant Pere und Urbanisation Betlem bis Kilometer 7,5. Hier befindet sich auch eine Parkbucht.

Tourencharakter:
Leichte Wanderung auf teils getreppten Pfaden und breiten Wegen. An der Quelle Font de s’Ermita lässt es sich prima picknicken.“

Quelle: MallorcaZeitung.es

Informationen und Bilder von der Einsiedelei:
www.arta-web.com/cgi-bin/altres/vv-de.cgi?action=ver&lloc=8
de.wikipedia.org/wiki/Ermita_de_Betlem

 

Zum Cabo Ferrutx

„Hinter Betlem endet die Straße und man kann zu Fuß oder mit den Zweirad auf einem Feldweg die Küste entlang fahren und gelangt zur einsamen Bucht an der Punta d'es Calo. Kaum ein Gebiet Mallorcas ist so wenig erschlossen und unzugänglich wie diese Gebirgsregion unterhalb des Cap de Ferrutx mit dem alten Wachtturm Talaia de Morey in rund 400 m Höhe. Wer in der hübschen Ferienhaussiedlung einen großen Sandstrand erwartet, der sucht hier vergebens. Aber man findet an einigen Stellen gute Einstiege ins Meer, über ins Meer abgelassene flache Betonrampen. Für Naturliebhaber und Schnorchler ideale Bedingungen, um im kristallklaren Wasser umgeben von einer wunderschönen Landschaft zu schwimmen.“

Quelle:
alcudia-ferien.de/bucht/ortsbeschreibungen/index-betlem.html

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